Immer wieder lese oder höre ich, dass Patienten mit Schulterschmerzen entzündungshemmende Cremes oder Tabletten mit dem Wirkstoff Diclofenac empfohlen werden. Ich habe beide Varianten bereits selber ausprobiert, jedoch nie mit dem gewünschten Erfolg.
Ein Orthopäde empfahl mir, 10 Tage lang hochdosierte Tabletten mit dem Wirkstoff Diclofenac zu nehmen, um die Entzündung aus dem Schulterbereich aufgrund meines Impingement Syndroms zu beseitigen. Bei mir zeigten diese Tabletten keinerlei Wirkung, jedoch einige gehörige Nebenwirkungen.
So bekam ich zum Beispiel nach einigen Tagen eine lang anhaltende und sehr unangenehme Gastritis. Um einer solchen Magenschleimhautentzündung bei Einnahmen von Tabletten mit dem Wirkstoff Diclofenac vorzubeugen, empfehlen Ärzte gerne die gleichzeitige Einnahme eines Protonenpumpenhemmers wie zum Beispiel Omeprazol, was aus meiner Erfahrung mit der erwähnten Gastritis durchaus sinnvoll ist.
Die weitaus unangenehmere Nebenwirkung war bei mir ein Beklemmungsgefühl im Herzbereich, weswegen ich dann von meinem Hausarzt umgehend zu einem Kardiologen überwiesen wurde. Nach einigen Untersuchungen zeigte sich dann aber, dass mit dem Herz alles in Ordnung war.
Wissen sollte man als Patient allerdings, dass der Wirkstoff Diclofenac das Herzinfarktsrisiko erhöhen kann.
Was die Behandlung mit nicht verschreibungspflichtigen Cremes mit dem Wirkstoff Diclofenac angeht, sollte sich jeder Patient zunächst selber fragen, ob er glaubt, dass eine oberflächlich auf die Haut aufgetragene Creme ihren Wirkstoff beispielsweise an einer entzündeten Supraspinatus-Sehne voll entfalten kann, die sich im Schulterbereich unter dem Schulterdach befindet.
Persönlich habe ich bei akuten Schmerzen, vermutlich aufgrund von Entzündungen, die Erfahrung gemacht, dass intensives Kühlen die wirkvollste Behandlung ist. Dazu habe ich mir mehrere Kühlpads aus der Apotheke besorgt und über den Tag verteilt immer wieder so lange gekühlt, bis das Kühlpad Zimmertemperatur angenommen hatte.
Das einzige Problem beim Kühlen aufgrund von Schulterschmerzen, ist die Positionierung des Kühlpads. Die Schulter ist eine besonders widerspenstige Körperstelle, wenn es um das Befestigen eines Kühlpads geht.
Ich habe mir das Kühlpad meistens unter ein eng anliegendes Hemd oder Sweatshirt geschoben, so dass es nicht bei der kleinsten Bewegung des Arms verrutscht.
Noch besser ist es, sich in ein T-Shirt von Innen am Schulterbereich ein Klettband zu nähen. Das Kühlpad steckt man dann in die dafür vorgesehene Hülle, an die man das Gegenstück des Klettbandes näht. Auf diese Art und Weise hat man einen deutlich verbesserten Halt gegenüber der ersten Methode.
Wer mehr Geld ausgeben möchte, kann sich in Orthopädie Geschäften oder Sanitäts Häusern auch eine speziell für die Kühlung der Schulter gefertigte Bandage kaufen.